Das Leitbild

Gesundheitsförderung und Prävention mithilfe natürlicher Resonanzräume in der Sozialen Landwirtschaft

„Lebendigkeit, Berührung und wirkliche Erfahrung aber entstehen aus der Begegnung mit dem Unverfügbaren.“ (Harmut Rosa)

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Begegnungsräume eröffnen
–  für unterschiedliche Generationen
–  für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen
–  für Mensch-Tier Interaktionen
–  für Mensch-Natur Begegnungen

Auf Gut Lückchers eröffnen wir einen Raum, in dem sich Menschen aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen, allen Alters und Geschlechts, mit und ohne Beeinträchtigungen, offen begegnen können. Mit unseren gesundheitsfördernden Angebote geben wir Raum in unserer landwirtschaftlichen Umgebung gemeinsam und individuell in Kontakt mit der Natur und Tieren zu treten, um Resilienz zu stärken und gesundheitlichen Herausforderungen zu begegnen.

Handlungs- und Möglichkeitsräume bieten
–  Selbstwirksamkeit
–  Sinnhaftigkeit
–  selbst Gemüse anbauen
–  Werkstätten nutzen
–  Räume mieten
–  inklusive Jobs

Auf Gut Lückchers bieten wir die Möglichkeit im Rahmen unserer Angebote der Sozialen und Solidarischen Landwirtschaft Selbstwirksamkeit und Sinnhaftigkeit zu erfahren. All unser Handeln orientiert sich daran die Teilhabe aller Menschen, die zu uns kommen, zu fördern und zu ermöglichen. Wir orientieren uns dabei an dem Fähigkeitenansatz (Capabilities Approach nach Martha Nussbaum) und Empowerment Ansatz, die die Selbstbestimmung und ihre Förderung in den Vordergrund stellen. Wir glauben an ein großes Potenzial landwirtschaftlicher Räume, um Gesundheit und Resilienz zu stärken und Belastungen aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen zu reduzieren.

Denk- und Spielräume entfalten
–  Perspektiven bilden, z.B. Erlebnis-/Bauernhofpädagogik, Forschung
–  im Kontakt mit Natur innehalten, neue Ideen bekommen
–  Gesundheitspotenzial von Musik und Kultur nutzen

Auf Gut Lückchers legen wir besonderen Wert darauf Raum für Kreativität und neue Perspektiven zu entfalten. Dies spiegelt sich auch in der Flexibilität unserer Angebote und internen Strukturen und Prozesse wider. Wir wertschätzen konstruktives Feedback und pflegen stetige Reflexion, um unsere Angebote bedarfsorientiert zu gestalten und weiterzuentwickeln. Neugierde, Bildung und Kultur sind für uns hohe Güter, weshalb wir u.a. eine enge Kooperation mit Bildungseinrichtungen wie Universitäten und Schulen anstreben. Wir setzen uns als Praxisfeld für Forschung ein, um die wissenschaftliche Fundierung gesundheits- und pflegebezogener Angebote in der Sozialen Landwirtschaft voranzutreiben.

Lebensräume schützen
–  ökologische Wirtschaftsweise
–  Permakultur
–  Mensch, Tiere, Natur
–  lokale Vernetzung und Zusammenarbeit
–  Ideologiefreiheit

Auf Gut Lückchers leben und arbeiten wir nach den Prinzipien einer ökologischen Wirtschaftsweise. Unser Ziel ist es in Zusammenarbeit mit anderen Betrieben lokal geschlossene Kreisläufe zu etablieren, die Ressourcen schonen, Energie sparen, Transparenz schaffen und regionale Wertschöpfungsketten fördern.Der Schutz aller Menschen, Tiere, Lebewesen und Arten sowie ihrer natürlichen Rückzugs- und Lebensräume haben für uns auf Gut Lückchers oberste Priorität. Wir tolerieren keine Formen von Gewalt, Diskriminierung oder Menschenfeindlichkeit. Wir richten uns strikt nach einem Schutzkonzept, das die Sicherheit aller, insbesondere vulnerabler Personengruppen wie Kinder, Menschen mit Beeinträchtigungen und ältere Menschen, unterstützen soll. Auf Gut Lückchers orientieren wir uns an einem humanistischen Weltbild, das die Würde aller Menschen in den Mittelpunkt stellt. Bei uns sind Menschen aller Religionen und Weltanschauungen willkommen, gleichzeitig haben wir keinen Raum für Missionierung oder die Verbreitung ausgrenzender Ansichten. Unsere Offenheit endet wo die Würde und Freiheit von Menschen beschnitten werden.

Sozialraum gestalten – Kooperation und Vernetzung

Wir verstehen uns auf Gut Lückchers nicht als Einzelspieler, sondern Teil eines vernetzten Sozial- und Gesundheitsraumes. Regionale Kooperationen und Vernetzung mit kommunalen Einrichtungen, benachbarten landwirtschaftlichen Betrieben und weiteren Anbietenden/Träger*innen von Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen sind für uns von großer Bedeutung, um die Lebenswelten der Menschen vor Ort gesundheitsförderlich und sozial („caring“) zu gestalten. Wir verstehen unseren landwirtschaftlichen Raum mit seinem gesundheitsförderlichen Potenzial als Ressource, um neue lokale Gesundheitsangebote zu etablieren und bereits bestehende zu unterstützen und zu fördern.